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🪩🕺 Gimme gimme gimme a Framework!


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Neulich habe ich zu Recherchezwecken ein Buch gelesen. Ich wage zu behaupten, mich im Thema des Buches schon gut auszukennen und habe deswegen keine großen neuen Erkenntnisse erwartet. Dass es mir so schwer fallen würde, mich durch das Buch durchzuquälen, hatte ich aber nicht erwartet…

Obwohl es bekannt ist und durchschnittlich gut bewertet wurde, empfand ich es als schwer zu lesen, zu merken und anzuwenden. Ich habe überlegt, warum ich das Buch als wenig interessant oder fesselnd empfand, und kam zu dem Schluss: Es liegt daran, dass das Buch gefühlt nur aus aneinandergereihten Anekdoten, Tipps und Meinungen besteht. Was mir fehlte? Ein Framework!

Mit Framework meine ich eine grundlegende Idee; ein Konzept, das als Überbau oder zumindest als Hauptteil im Fokus steht. Etwas, das durch eine Mischung aus Erfahrung und persönlicher Haltung; aber auch Zahlen, Fakten und objektiven Kriterien entstanden ist. Ein Framework ist etwas, was man dann anwenden oder wodurch man ein Thema analysieren kann. (Das hier ist meine ganz persönliche Definition.)

Dein Workshop braucht ein Framework

Nicht nur dem Buch hätte ein Framework gutgetan; auch ein Workshop kann davon profitieren. In der letzten Acceleratorrunde habe ich mit einer Kundin an ihrer Workshopidee gearbeitet, bis sie zu einem Punkt kam, an dem sie feststeckte. Sie hatte viel zu dem Thema zu sagen, aber es fiel ihr sehr schwer, sich zu entscheiden, was genau sie in den Workshop mitreinbringen wollte und was dann die Übungen und Aufgaben dazu sind.

“Dir fehlt ein Framework!”

Ich bat die Teilnehmerin, erstmal unabhängig vom Workshop ihr persönliches Framework dazu zu entwickeln; und erst wenn das steht zurück zur Seminarplanung zu gehen.

long story short: Das hat geklappt und die Kundin konnte ihre Meinungen und Methoden mithilfe des Frameworks besser artikulieren (und zu einem Workshop verarbeiten).

Einen Workshop rund um ein Framework zu stricken, hilft, um…

Eigene vs. bekannte Frameworks

Es gibt etablierte Frameworks für ganze Workshops (z.B. die Sprint-Methodik), oder Frameworks für Themen (z.B. AIDA beim Copywriting). Natürlich kannst du dich an denen orientieren, wenn du deinen Workshop planst. Ein eigenes Framework hilft aber, dich von der Konkurrenz abzuheben. Das ist besonders wichtig, wenn du noch keinen Kund:innenstamm oder ein starkes Empfehlungsnetzwerk hast. Stell dir vor, jemand sucht nach einer Referentin für einen Storytelling-Workshop und guckt sich die Google-Ergebnisse an. Vier der fünf Ergebnisse bieten einen Storytelling-Workshop nach dem Heldenreise-Framework an, und die fünfte Person nutzt ihr eigenes “KEKS-Framework” für gute Storys. Also ich wüsste, welche Anbieterin ich mir genauer angucken würde!

Kleine Anekdote: Ich habe neulich mal eine Rezension zu meinem Microcontent-Onlinekurs bekommen. “Wow, diese Methoden kannte ich ja noch gar nicht!” schreib die Teilnehmerin. Ich musste beim Lesen grinsen: “Kein Wunder, dass du sie nicht kanntest. Mein Kurs ist nach meinem eigenen Microcontent-Playbook-Framework gegliedert und enthält größtenteils Methoden und Metaphern, die aus meiner eigenen Feder stammen.”

Der Aufbau eines Frameworks

Nun, für ein Framework gibt es leider kein Patentrezept. Es muss ja zu dir passen!

Sehr simpel könnte es so aussehen:

Aber wenn dein Framework etwas komplexer ist, ist das natürlich überhaupt kein Problem.

Erstelle dein eigenes Framework!

Wenn deine Workshop-Konzeption hakt, brauchst du ein Framework. Und das solltest du erstmal unabhängig von dem Workshop erstellen, denn es soll sich ja an deiner Arbeit im Gesamten orientieren. Als schließe das Dokument mit dem Seminarplan und geh erstmal zurück ans Reißbrett!


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